Mozart in Trauer

Mozart in Trauer

Mozart genoss das Leben, aber er lebte auch im ständigen Bewusstsein der Vergänglichkeit. „Ich lege mich nie zu Bette ohne zu bedenken, daß ich vielleicht, so jung als ich bin, den andern Tag nicht mehr seyn werde“, schrieb er an seinen Vater – den er nur um vier Jahre überlebte. Mozarts dunkel-festliche „Maurerische Trauermusik“ entstand zum Begräbnis zweier Freimaurer. Mit der „kleinen g-Moll-Sinfonie“, seiner ersten Sinfonie in Moll überhaupt, erkundet schon der 17-jährige Mozart die Pfade zwischen Leben und Tod. Der nobel-herbstliche Klang der Bratsche ist wie geschaffen für den Ausdruck von Trauer und Gedankenschwere.

Eric Quirante Kneba, Solo-Bratscher der NPW, stellt zwei großartige Werke vor: Paul Hindemith reagierte mit seiner „Trauermusik“ spontan auf den Tod des englischen Königs Georg V. Barocke Reminiszenzen und ein Choral schließen diese bewegende Meditation ab. Auch Benjamin Britten griff auf Vorbilder aus der Alten Musik zurück: die „Lachrymae“ (Tränen) von John Dowland. Englische Schwermut verströmt ebenfalls Edward Elgars Miniatur „Sospiri“ (Seufzer).


Wolfgang Amadeus Mozart (1756–1791)
Maurerische Trauermusik c-Moll KV 477

Paul Hindemith (1895–1963)
Trauermusik für Viola und Streichorchester

Edward Elgar (1857–1934)
Sospiri op. 70

Benjamin Britten (1913–1976)
Lachrymae op. 48

Wolfgang Amadeus Mozart
Sinfonie Nr. 25 g-Moll KV 183


Sonntag, 21. März 2021, 18.00 Uhr
Matthäuskirche, Cranger Straße 81, 45891 Gelsenkirchen
Vorverkauf: 14 € | Abendkasse: 16 €
Schüler, Studenten, Auszubildende: 7 €
Ermäßigte Tickets nur an der Abendkasse erhältlich.

Neue Philharmonie Westfalen
Quirante Kneba – Viola
Rasmus Baumann – Leitung

Foto 1: © Markus Lück, Foto 2: © Philipp Ottendoerfer, Fotos 3-4: © Pedro Malinowski